03.01.2023, St. Moritz

Eine 37jährige Ära geht mit einem Paukenschlag zu Ende

Franco Moro hört auf. An seine Freunde hat er am 01.01.2023 den Abschiedstext gesendet:

Liebe Freunde und Fans!

Seit 01.01.23 ist es offiziell nach 37 Jahren, 101 Skikjöring-Rennen, 21 Siegen und 41 Platzierungen, 7 Trophy-Siegen und dem Sieg am letzten Rennen vom 20.02 22 mit dem Pferd Praetorius, ist Schluss.
Ende gut alles gut! Während dieser langen Zeit keine Verletzung und keinen Sturz, dafür viele blaue Flecken!!! Nun bin ich mit fast 63 auch schon etwas havariert und es ist höchste Zeit den Jungen Platz zu machen. Ich danke euch allen für die jahrelange Treue und Unterstützung als Freund und Fan. Das Geld welches ihr verwettet habt, weil ihr auf das falsche Pferd resp. Fahrer gesetzt habt, kann ich euch leider nicht mehr zurückvergüten, das ist verjährt. the show must go on auch ohne mich.
Gruss Franco

Zeitgleich gab Jakob ´Köbi` Broger, Freund und Konkurrent von Franco, unisono sein Karriereende im Skikjöring bekannt. Der Whiteturf verliert damit zwei Vollprofis in dem Metier. 18 von 31 Königstiteln haben die beiden seit Einführung der Credit Suisse Skikjöring-Trophy erzielt. Das letzte Mal konnte sich Franco mit Dreamspeed (BMK Racing) König des Engadins nennen.

2022 gewann Franco bei seiner 101. Fahrt mit Praetorius bei seiner letzten Fahrt das letzte Mal. Franco wurde 7-mal König des Engadins: 1991, 1992, 1993 sowie 1995 mit Pferden der Trainerin Angela Casotti. Ab dann folgten für den Rennstall Recke im Jahr 2009 mit Perdur, 2001 mit Bailey´s Best und Bergonzi sowie 2015 mit Dreamspeed die Königskrönung.

Insgesamt kam Franco bei 101 Fahrten auf 21 Siege (13 für Casotti und 8 für den Rennstall Recke). Nur drei Mal war er in all den Jahren nicht am Start eines Skikjörings im Engadin. Er war sehr loyal gegenüber seiner Trainerin Angela Casotti und später auch Christian v. d. Recke gegenüber. Er lehnte wiederholt Angebote von anderen Trainern ab. Erst als Angela Casotti keine Skikjöring-Starter mehr hatte, fuhr er für den Rennstall Recke.

Wir haben zwar in Franco einen immer sehr fokussierten und verantwortungsvollen Fahrer mit reichlich Pferdeverstand verloren, schätzen ihn weiterhin als Freund und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen im Engadin.

Foto: zum Teil von Karl Brühl (mit freundlicher Genehmigung)

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